1 Milliarde Euro für Forschungen

1 Milliarde Euro für Forschungen
Die Kommission in Brüssel hat vor wenigen Tagen beschlossen, dass sie insgesamt 1 Milliarde Euro in 276 neue Forschungsprojekte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) investieren wird. Dieser Beschluss wurde ganz offiziell auf dem sechsten Forschungsrahmenprogramm der EU bekannt gegeben. Die Finanzspritze für die Europäische Union im Forschungsbereich der Technologien für die Informationsgesellschaft, liegt damit deutlich über der Bewilligung von Zuschüssen der vergangenen Jahre.

Doch nicht nur die Forschungsinstitute und Unternehmen aus der IT Branche sollen durch das Forschungsrahmenprogramm der EU finanziell unterstützt werden. Bis zum Jahr 2017, möchte die Kommission noch weiteren Bereichen wie beispielsweise Hersteller von kognitiven Systemen oder auch die Entwicklung von staatlichen Verwaltungen und Diensten fördern. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit bei Informations- und Kommunikationstechnischen Systemen, sowie Anwendungen im Bereich Verkehr und Gesundheitsvorsorge können aller Voraussicht nach ebenfalls auf Finanzierungshilfen aus dem europäischen Rahmenprogramm hoffen. Wenn man bedenkt, dass gerade die Informationstechnologie einen regelrechten Boom erlebt, sind derartige Investitionen in Forschungsprojekte mit Sicherheit nicht als negativ oder Verpulverung von Geldern anzusehen.

Die Unterteilung der Forschungsgelder im Detail
Insgesamt 162 Millionen Euro werden, im Rahmen der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen, an knapp 20 Prozent der teilnehmenden kleinen und mittelständischen Betriebe aus der Informations- und Kommunikationsbranche vergeben. Weitere 70 Millionen Euro erhalten diverse Forschungseinrichtungen der neuen Mitgliedsstaaten, die sich speziellen Projekten wie beispielsweise dem elektronischen Lernen, dem elektronischen Geschäftsverkehr oder auch Behördendiensten und Gesundheitsdiensten auf elektronischer Basis, widmen.

Forschungsprojekte müssen für die EU von strategischer Bedeutung sein
Jedes einzelne Forschungsprojekt strebt an, dass besonders effektive und effiziente Durchbrüche von industrieller und gesellschaftlicher Natur erzielt werden. Dabei haben nicht nur die forschenden Unternehmen und Einrichtungen einen Vorteil, denn auch für Europa sollten diese Projekte einen Mehrwert erzielen, da sie für die EU von strategischer Bedeutung sind. Das gilt insbesondere für die Mikroelektronik und die Nanoelektronik, den Mobilfunkbereich und die Breitbandtechnologie. Forschungsgelder im Technologiebereich stellen bereits seit einigen Jahren immer wieder einen ganz besonders großen Anreiz für das produzierende Gewerbe und Gerätehersteller aus der Breitbandtechnologie dar. Dadurch konnten die Gerätehersteller beispielsweise Glasfasernetze und ADSL Modems entwickeln, die binnen kürzester Zeit einen deutlich kostengünstigeren und wesentlich schnelleren europaweiten Zugang ins Internet ermöglichen. Da die ersten Forschungskonsortien jedoch erst im Herbst unterzeichnet werden, bleibt fürs erste abzuwarten, welche neuen und atemberaubenden Technologie Errungenschaften der Menschheit zukünftig vorgestellt werden.