Arbeitslos - was nun?

Arbeitslos - was muss man machen?
Die Wirtschaftskrise hat auch vor dem österreichischen Arbeitsmarkt nicht Halt gemacht, im Jänner diesen Jahres (2010) waren 323.651 Menschen arbeitslos. Das sind um rund 7,3% mehr als noch im Vorjahr. Auch die neusten Autonews sagen einiges über die Wirtschaft aus, wenn der Neuwagenkauf zurück geht.

Doch was tun, wenn der Verlust des eigenen Arbeitsplatzes droht?
Der wichtigste Schritt nach Erhalt der Kündigung ist die Meldung beim Arbeitsmarktservice - kurz AMS. Hier stellen Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld, welches Ihnen bei Anspruchsberechtigung für vorerst 20 Wochen zuerkannt wird. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach Ihrem Einkommen der letzten Jahre, etwaigen Familienzuschlägen sowie einem Ergänzungsbeitrag und beträgt ungefähr 60 - 80% Ihres Nettoeinkommens laut Bemessungsgrundlage. Während des Bezuges von Arbeitslosengeld sind Sie darüber hinaus kranken- und pensionsversichert.

Im zweiten Schritt werden Sie gemeinsam mit Ihrem AMS-Berater mögliche Zukunftsperspektiven erarbeiten. Innerhalb der ersten 100 Tage nach Meldung der Arbeitslosigkeit versucht das AMS grundsätzlich, eine Anstellung in Ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich für Sie zu finden. Nach Ablauf dieser Frist müssen Alternativen in Betracht gezogen werden. Mögliche Maßnahmen sind unter anderem: Wenn Sie sich entscheiden, eine berufsfremde Tätigkeit anzunehmen, bekommen Sie vom AMS je nach Verfügbarkeit Vermittlungsvorschläge zugesandt. Zusätzlich ist es ratsam, sich selbst aktiv an der Arbeitssuche zu beteiligen, da dem Arbeitsmarktservice nur ein Bruchteil der offenen Stellen gemeldet ist. Bei Interesse für eine Ausbildung oder Umschulung ist eine detaillierte Absprache mit Ihrem AMS-Ansprechpartner Grundvoraussetzung. Denn ihm ist bekannt, in welchen Branchen Personal gesucht wird und welche Ausbildungen zukunftsträchtig sind. Auch über mögliche Förderungen und finanzielle Unterstützungen für Bildungsmaßnahmen ist er genauestens informiert. Haben Sie sich erst einmal für eine Ausbildung entschieden, werden Sie möglicherweise von einer Stiftung übernommen, welche Sie durch die gesamte Ausbildungszeit begleitet. In dieser Zeit sind Sie weiterhin versichert und werden seitens der Stiftung finanziell unterstützt.

Ältere Menschen trifft der Verlust des Arbeitsplatzes meist besonders hart, da sie am Arbeitsmarkt als "schwer vermittelbar" gelten. Für sie besteht die Möglichkeit, Übergangsgeld zu beantragen, welches bei Anspruchsberechtigung bis zum Antritt der Alterspension bewilligt wird.

Tritt der schlimmste Fall ein, und Sie finden trotz intensiver Bemühungen bis zum Ablauf des Arbeitslosengeldes keine Anstellung, so besteht noch die Möglichkeit, Notstandshilfe zu beantragen. Abhängig von der Höhe des zuvor bezogenen Arbeitslosengeldes und eines möglichen Partnereinkommens, wird diese auf unbefristete Zeit gewährt. (Der Antrag muss jedoch jährlich neu gestellt werden.) Während des Bezugs von Notstandshilfe sind Sie ebenfalls kranken- und pensionsversichert.

Oft wird das Geld in der Arbeitslosigkeit knapp und es führt kaum ein Weg an einem Kredit vorbei. Wie man am schnellsten wieder zu Geld kommt, erfahren Sie hier.